Mittwoch, 26. März 2014

„Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“. Gedanken, Fakten und Zahlen



„Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“.  Mit diesem klug gewählten Slogan werben derzeit die Handwerkskammern und das aus gutem Grund.

Das Handwerk ist ein bedeutender Wirtschaftssektor der deutschen Wirtschaft. Laut dem statistischen Bundesamt gibt es aktuell rund 900.000 Unternehmen mit rund 4,9 Millionen Beschäftigten und  einem Umsatz von 500 Mrd. Euro. Das ist ganz und gar kein geringer Anteil. Nun streitet sich die eine oder andere Statistik, wer wozu gehört und enthält auch Schätzwerte. Dennoch die Zahlen sprechen für sich.



Wir alle kennen sie, die kleinen oder mittelständischen Unternehmen aus unserer direkten Umgebung. Wer hat nicht schon einen Handwerker für Haus, Wohnung oder Firma benötigt oder eine Dienstleistung erbringen lassen.  Wir kennen sie, weil sie einfach um die Ecke etabliert sind oder gerade gegenüber werkeln: Der Bäcker, der Fleischer, das Bauunternehmen…

Warum ist trotz zunehmender Industrialisierung das Handwerk immer noch so stark?
Individuelle Fertigung, lange Traditionen, große Flexibilität und nicht zuletzt langjährige Kundenkontakte sind heute im Zeitalter dessen, dass immer mehr in der großen grauen schnelllebigen Einheitsmasse untergeht, mehr gefragt, denn je.

Dennoch – alte Traditionen, Erfahrung und langjährige Kundenbindung sind das Eine. Zum anderen muss auf neue Konsumtrends geachtet werden, Fachkräfte müssen ausgebildet werden, Nachwuchs gefördert, Weiterbildung möglich gemacht und trotz großer Individualisierung Prozesse standardisiert werden. Diese strategischen Faktoren kommen zum ganz normalen Tagesgeschäft einfach dazu.
Im Handwerk wird im weitesten Sinne „mit Hände Arbeit“ Geld verdient. Nicht also mit aufwendigen Prozessen, langwieriger Planung  oder tiefen Organisationsstrukturen und ellenlangen Dauermeetings. 

Oft sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen noch Familienunternehmen. Mit mehr oder weniger Angestellten müssen kleine Strukturen einen großen Organisations-und Ablaufauwand stemmen, wo anderswo ganze Abteilungen für bestimmte Arbeitsgänge notwendig sind.
Zunehmender Kostendruck und Konkurrenzdruck von EU-Nachbarn machen es oft nicht einfacher.

Wie also alles „unter einen Hut“ bringen?

Alles, was die tägliche Arbeit erleichtert, ist erlaubt. Schließlich ist Zeit nun einmal Geld.

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